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Die Werbebrachen ist schuld an schlechten Ergebnissen der Pisastudie

Bisher war ich der festen Überzeugung, dass unser schlecht finanziertes Schulsystem sowie die übertriebene Rücksichtnahme auf die Belange der Schüler mit desolaten deutschen Sprachkenntnissen zu den schlechten Ergebnissen in der Pisastudie führen. Als ehemaliger Ausbilder kann ich ein Lied von den äußerst schlechten Kenntnissen der geschriebenen Sprache bei den Jugendlichen singen. Aber die Werbebrachen hat mich eines besseren belehrt. Die setzt nämlich noch eines drauf und überschüttet die Bevölkerung mit bewusst provozierten Schreibfehlern.

In der Werbebrache ist es nämlich schon länger Mode durch kleine Wortspielereien aufzufallen. Das sehe ich in Bezug auf Erwachsene nicht als besonders bedenklich an. Aber den Kindern und Jugendlichen wird dadurch ein Bärendienst erwiesen. In letzter Zeit häufen sich nämlich die Werbeslogans, die bewusst Rechtschreibfehler benutzen. Aufgefallen ist mir letztens in einer Postfiliale folgende Werbung, die aber auch in Zeitschriften benutzt wird.

Rechtschreibfehler in der Werbung

Das man riesig mit g schreibt ist für mich persönlich (und wahrscheinlich für Sie ebenso) selbstverständlich. Aber wie sieht es mit Kindern aus, die noch nicht sicher in der deutschen Sprache sind oder sogar erst dabei sind die geschriebene Sprache zu erlernen? Meiner Ansicht nach darf man sich nicht wundern, wenn durch den ständigen Wiederholungseffekt riesich statt riesig in Erinnerung bleibt.

Möglicherweise bin ich ja etwas zu pingelig. Aber ich habe schon gerade mit den Grundschülern Mitleid.

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