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Schlechte Auskünfte im Versandhandel

Wie viele andere Verbraucher auch habe ich schon lange das Internet als günstige Bezugsquelle entdeckt. Natürlich lohnt sich das nicht bei allen Artikeln des täglichen Gebrauchs. Wer würde auch schon auf die Idee kommen seine Bananen im Internet zu bestellen? Obwohl ja gerade jetzt die Onlinegrillshops mode sind. 😉

Aber es gibt auch sehr viele Dinge die man sehr gut und vor allen Dingen günstig im Internet erwerben kann. Zum Beispiel habe ich gerade Ersatztoner für unseren gewerblich genutzten Laserdrucker erworben. Der Originalpreis der Kartusche beläuft sich auf 85 €. WOW, ganz schön happig. Im Internet kann man den gleichen, ebenfalls originalen Toner für 24,95 € bestellen und wenn man keinen Wert auf Originalteile legt sogar für 16,99 € vom Zulieferer. Beides ohne zusätzliche Versandkosten. Auch meine Ersatzteile/Verschleißteile für’s Auto bestelle ich mittlerweile praktisch ausschließlich im Internet. Sogar das Öl für den Motorölwechsel erwerbe ich hier zum halben Preis oder weniger. Lange Rede, kurzer Sinn: Bei vielen Artikeln besonders bei etwas teueren Teilen, schaue ich mittlerweile immer zuerst mal ins Internet.

So, das soll aber jetzt mal reichen mit dem Loben der Internetshops. Denn wo es viel Licht gibt, gibt es ja bekanntlich auch viel Schatten. Und da kommen wir langsam zum ursprünglichen Thema dieses Beitrags. Denn leider läßt der Service der Onlineshops oftmals doch zu wünschen übrig. Gerade die Händler die über E-Bay verkaufen betteln ja mittlerweile förmlich um eine gute Bewertung. An der Kommunikation hapert es dann aber doch schon mal. Heutzutage sollte eine Firma schon innerhalb einiger Stunden in der Lage sein eine Anfrage per E-Mail zu beantworten. Klappt leider nicht immer. Toll sind auch die Firmen, bei denen jemand für die Beantwortung der E-Mails zuständig ist, der kein richtiges (schriftliches) Deutsch versteht. Da bekommt man dann eine nette Antwort, die aber in keinster Weise zu der Anfrage passte. Wir sind oftmals beruflich als Hufpfleger unterwegs. Trotzdem erhalten unsere Kunden bei uns im Shop für Hufschuhe und Hufpflegeprodukte allerspätestens am nächsten Werktag eine ausführliche und korrekte Antwort.

Viele Händler sind aber heutzutage gar nicht mehr in der Lage speziellere Auskünfte über die angebotenen Artikel zu geben. Das Problem liegt hier im System „Just in time“ beziehungsweise im Versandhandel beim Fullfillment. Für diejenigen, denen diese Begriffe fremd sind: Gemeint ist die Weiterleitung der Bestellung an eine zentrale Stelle. Der Händler, bei dem Sie die Ware erwerben hat nämlich bei diesem System die Ware gar nicht vorrätig. Der Händler leitet Ihre Bestellung einfach an eine Zentrale weiter, von wo aus die Ware neutral oder sogar mit spezieller Werbung, Rechnung, usw. des Händlers an Sie als Kunde versendet wird. Wenn Sie solch einem Händler eine Frage zum Produkt stellen schaut der einfach mal im Internet bei seinem Vertragspartner die Infos über Artikel durch. Und was da nicht eingegeben wurde —- tja, da muss er dann passen.

Aufmerksam bin ich übrigens durch eine Kundin auf diesen Umstand geworden. Die war nämlich vollkommen überrascht, dass ich Ihr detaillierte Produktinformationen geben konnte. Hier ging es um die exakten Maße eines Produktes. Für mich kein Problem. Einfach mit einem Maßband ins Lager und das Produkt ausgemessen. Darüber hinaus hat das Ganze natürlich für uns auch noch finanzielle Vorteile. Wir können unsere Waren unabhängig von irgendwelchen Lieferverträgen bei dem Hersteller/Lieferant erwerben, der uns qualitativ gute Ware zu einem korrekten Preis liefert. Bei Fullfillment ist man auf den Geschäftspartner festgelegt und hat keine Alternativen.

Aber zurück zu uns als Verbraucher. Im Grunde kann es uns ja vollkommen egal sein. Allerdings sollte man bei den Preisvergleichsseiten etwas vorsichtig sein. Die dort angezeigten Preise sind nicht unbedingt die Günstigsten. Denn wenn man bei einem Preisportal 50 etwas gleiche Preise erhält, dann steckt dahinter unter Umständen nur ein einziger Großhändler, der über zig Einzelhändler seine Waren vertreibt. Auf guten Service des Einzelhändlers (der ja nur noch ein paar Cent pro Produkt verdient) darf man dann nicht mehr bauen.

Fazit: Bei „einfachen“ Produkten, bei denen wahrscheinlich kein Service notwendig ist (zum Beispiel die Tonerkassette für den Laserdrucker) kann man bestellen wo man will. Bei erklärungsbedürftigen Produkten (zum Beispiel Hufschuhe für Pferde) lieber auf den Fachhandel zurückgreifen. Auch da gibt es sehr preisbewußte Anbieter.

2 Kommentare

  1. Drahtseilakt bei Renegade Hufschuhen | jagato.de:

    […] auf alles „Rund um den Huf“ spezialisiert hat, vertreiben wir selbstverständlich nicht nur Renegade Hufschuhe bzw. Renegade Hoofboots. Auch das entsprechende Zubehör und insbesondere die Ersatzteile erhalten […]

  2. Renegade Hoofboots - grundlegende Einstellungen | jagato.de:

    […] Da es diesbezüglich immer wieder mal zu Rückfragen kommt habe ich mir die Mühe gemacht eine bebilderte Anleitung zu erstellen. Sie finden die Anleitung in meinem Blog unter dem direkten Link zum Einstellen der Renegade Hoofboots. […]

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