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Spam in WordPress

Wenn Sie auch einen eigenen Blog betreiben, wird Ihnen das Problem hinreichend bekannt sein. Immer häufiger versuchen „Webmaster“ (die Bezeichnung ist für solch dumme Menschen eigentlich nicht korrekt) durch diverse Einträge Aufmerksamkeit auf Ihre eigene Internetseite zu lenken. Doch zum Glück sind die Herrschaften offensichtlich inkompetent. So kann man meist auf den ersten Blick erkennen, bei welchem Kommentar es sich offensichtlich um Spam handelt. Erstes Kriterium ist die Anzahl der Links. Bei mehr als 2 Links werde ich misstrauisch, bei mehr als 5 Links lösche ich ohne groß weiter zu schauen. Auch die hinterlegte E-Mailadresse ist oft sehr auffällig. Da werden alle möglichen Zeichen in die Adresse eingegeben, die kein normaler Mensch in seiner E-Mailadresse benutzt. Denn eine richtige Adresse sollte ja leicht zu merken sein. Bei einer Adresse wie adfadf@knipp.de kann man den Kommentar ohne groß zu Überlegen löschen. Gleiches gilt auch für den Kommentartext. Auch Kommentare die extrem kurz (eine Zeile) oder extrem lang (mehrere Seiten) sind, zeichnen sich meist als Spam aus.
Die Dummheit dieser Webmaster macht einem das Leben zwar etwas einfacher, aber trotzdem macht es keinen Spaß, täglich im zwei- oder dreistelligem Bereich Kommentare zu löschen. Zumal man Gefahr läuft einen richtigen, ernsthaften Kommentar versehentlich zu löschen.

Die erste Lösung ist die Installation eines entsprechenden Plugins. Akismet ist da sehr beliebt. Aber nichts für mich. Ich traue dem Automatismus nicht so recht über den Weg. Und soweit mir bekannt ist, muss man für dieses PlugIn auch noch bezahlen. Da bin ich mir allerdings nicht sicher —- ich habe es selber noch nicht ausprobiert.

Der Einbau eines Captcha könnte noch eine Möglichkeit sein. Allerdings gehen mir die Dinger als Nutzer ganz schön auf die Nerven. Daher habe ich von diesem Schritt abgesehen. Oftmals kann man das Captcha nicht richtig lesen und darf es dann mehrmals eingeben. Praktisch alle Captcha gebe ich mehr als einmal ein. Manchmal sogar bis zu 5 mal. Das möchte ich meinen Besuchern nicht zumuten. Zumal es schon Scripte gibt, die auch ein Captcha automatisch bedienen. Dann schreckt man damit nur die menschlichen Besucher ab, die Automaten geben den Code innerhalb eines Sekundenbruchteils ein, denen ist es dann egal.

Auf lange Sicht hilft meiner Meinung nach nur die komplette Abschaltung der Kommentarfunktion. So habe ich es in den von mir betriebenen Blogs gemacht. Wer dennoch einen Kommentar abgeben möchte, kann mir den gerne per E-Mail zusenden. Das Einpflegen per Hand ist zwar etwas aufwendig, dafür spare ich mir aber die tägliche Löschung von mehreren Hundert Spamkommentaren (wirklich mehrere Hundert, kein Witz).

Eines möchte ich an dieser Stelle aber noch erwähnen, da es SEHR wichtig ist. Klicken Sie NIEMALS einen solchen Spamlink an. Denn dann passiert folgendes. Der Spammer bemerkt, dass sein Eintrag eine Reaktion ausgelöst hat und verstärkt seine Bemühungen. Die Folge sind noch mehr Spamkommentare. Und gegebenenfalls fangen Sie sich auch noch einen Virus oder Trojaner ein. Wenn Sie also unbedingt auf einen solchen Link klicken müssen (weil Sie Ihre Neugierde nicht zügeln können), sollten Sie vorher den Virenscanner und die Firewall überprüfen. Und danach würde ich zusätzlich noch ein Diagnoseprogramm (vielleicht hijackthis) drüber laufen lassen. Zuerst eine Datensicherung durchzuführen kann sicherlich auch nicht schaden. ,-)

1 Kommentar

  1. Matthias:

    Hallo,

    erst einmal danke für die Tipps! Das man bspw. nicht auf die Links der Spammer klicken sollte, war mir bisher auch noch nicht bekannt.

    Ich persönlich nutze seit gut einem Jahr auf meinen Blogs das kostenlose Plugin „Antispam Bee“ und bin bisher absolut zufrieden, d.h. von tausenden Spams – vor allem englisch sprachigen – sind alle richtig zugeordnet worden. Vorher war es sehr nervig ständig alles manuell auszusortieren und zeitlich nicht mehr tragbar gewesen. Kommentare gänzlich auszuschalten finde ich persönlich keine gute Idee, da ja der Blog vor allem auch durch die Dialoge mit den Lesern funktioniert.

    Liebe Grüße

    Matthias

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