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Viele Bundesbürger ignorieren das Risiko der Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftigkeit im Alter wird unterschätzt. Viele Bundesbürger unterschätzen das Risiko, im Alter pflegebedürftig zu sein. In den letzten Jahren ist die statistische Lebenserwartung der Menschen in Deutschland stetig gestiegen. Mit steigendem Lebensalter erhöht sich aber auch die Pflegebedürftigkeit und damit die Notwendigkeit einer Pflegezusatzversicherung.

Die Frage der eigenen Pflegebedürftigkeit wird aber von den meisten ignoriert. Das mag verschiedene Ursachen haben. Jedem Menschen fällt es schwer, sich mit der eigenen Endlichkeit und der damit verbundenen Gebrechlichkeit bei Erreichen eines hohen Alters auseinanderzusetzen. Das ist nur allzu verständlich, macht das Problem der Absicherung im Alter für den Fall der Pflegebedürftigkeit durch eine Pflegezusatzversicherung aber nicht kleiner.

Ignoriert werden auch die Kosten die mit der notwendigen Betreuung entstehen. In den neunziger Jahren wurde durch die Regierung die Pflegeversicherung eingeführt. Dies hat zu einer erheblichen Verbesserung der Situation geführt. Zumindest im Vergleich zu der Situation vorher ohne Pflegezusatzversicherung.

Dass diese Hilfe aber bei Weitem nicht ausreicht, wird leider erst realisiert, wenn man der Unterstützung bedarf.
Sei es, wenn man selbst als Pflegebedürftiger, oder als Angehöriger eines Pflegebedürftigen betroffen ist.
Man muss annehmen, dass sich die wenigsten ausreichend über die Pflege und die Möglichkeiten der Pflegezusatzversicherung informieren.

Die Kosten, die bei der häuslichen Betreuung und erst recht bei einem Aufenthalt in einem Alten oder Pflegeheim entstehen, werden von den bestehenden staatlichen Unterstützungen nicht ausreichend gedeckt. Diese Tatsache ist wiederum vielen Bundesbürgern bekannt, wird aber nicht als Anlass zum Handeln wahrgenommen, um dieses Problem im eigenen Fall abzumildern.

In letzter Zeit gab es in den Medien immer wieder Berichte über die teilweise mangelhaften Zustände in der einen oder anderen Pflegeeinrichtung. Aber auch in den Einrichtungen, in denen es objektiv gut läuft, ist nicht zu übersehen, dass die Mittel begrenzt sind, und auf das Pflegepersonal immer größere Belastungen zu kommen. Belastungen, die ein sehr gut ausgebildetes und motiviertes Personal erfordern. Dies bekommt man aber nicht umsonst.

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