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Augen auf bei Auktionen

und beim Onlinekauf!

Der Sommer naht, wir hatten bereits die ersten schönen, sonnigen Tage und unserem Hund ist es definitiv zu warm. Die beiden letzten Jahre haben wir so überbrücken können. Dieses Jahr soll es unserem Bronco allerdings an’s Fell gehen. Er hat einfach ein absolut zu dickes Unterfell, daher muss er rasiert bzw. geschert werden. Von anderen Hundebesitzern wurde mir erzählt, dass die sogar „unter der Hand“ mindestens 30 Euro dafür berappen und dann mit dem Ergebnis sogar oftmals nicht so glücklich sind. Daher, und weil ich handwerklich sehr geschickt bin, und weil mein Hund zu mir mehr Vertrauen hat als zu irgendeinem Hundefriseur, habe ich mich dazu entschlossen es selber zu machen.

Als erstes habe ich also mal im regionalen Fachhandel nach geeigneten Schermaschinen Ausschau gehalten. Angeboten wurde mir eine handelsübliche „Profischermaschine“ zum Verkaufspreis von 49,99 €. Auf den ersten Blick war mir klar, dass dies keine Profimaschine ist. Und nur so zum Ausprobieren 50 € zu berappen war mir denn doch zu teuer. Andererseits wollte mir der geschickte Verkäufer auch direkt eine richtige Profimaschine zum VK von ca. 180 € bestellen. Dann hätte ich zwar eine richtige Profimaschine, allerdings sind fast 200 Euronen auch eine Stange Geld. Was tun?

Schwierige Frage, die sicherlich jeder für sich entscheiden muss. Ich habe mich erst einmal dazu entschlossen die Homeversion für 49,99 € auszuprobieren. Also zuerst einmal im Internet recherchiert, ob die Maschine überhaupt geeignet ist. Für den Hobbybereich erhielt die Maschine in den einschlägigen Foren recht gute Kritiken. Also habe ich direkt auch mal bei Ebay geschaut, wie teuer denn dort die Maschine so im Schnitt ist. Und da bin ich ja fast aus allen Wolken gefallen. Die Maschine, die ich beim Händler „um die Ecke“, der auch noch als Apotheke verschrieen ist zum Preis von wie gesagt 49,99 €. Dafür kann ich die Maschine genau anschauen, in die Hand nehmen, mich beraten lassen, sie auch sofort mitnehmen und im Garantiefall habe ich auch noch einen Ansprechpartner.

Schauen wir mal was Ebay aktuell zu bieten hat. Dafür habe ich jetzt gerade (03.06.2012) mal nach abgelaufenen Versteigerungen der betreffenden Schermaschine gesucht. Wohlgemerkt vollkommen identische Maschinen vom gleichen Hersteller mit identischer Ausstattung. Die erste erfolgreich abgelaufene Versteigerung, die mir in’s Auge fiel ging für 42,60 inklusive Versandkosten weg. Nunja dachte ich so bei mir, da hat der Käufer rund 7 Euro gespart. Ob das die Sache wert ist? Kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Die nächsten Maschinen gingen für 47,15 € und einige sogar für über 50 € (51 € sowie 56,50 €) weg. Und spätestens da sind wir in einem Preisbereich, wo ich die Welt nicht mehr verstehe. Insbesondere, da ich die gleiche Maschine bei einem anderen regionalen Händler (große Kette) für unter 40 € gesehen habe.

Offensichtlich gibt es immer noch Menschen, denen bei Ebay „die Pferde“ durchgehen. Sicherlich kann man bei Ebay oder auch anderen Onlinehändlern gute Schnäppchen machen. Aber man sollte sich nicht dazu verleiten lassen einfach „aus dem Bauch heraus“ zu kaufen oder zu ersteigern. Gerade wenn man schon vor dem Rechner sitzt lohnt es sich doch allemal einmal nach alternativen Angeboten zu schauen. Zumal man als kritischer Verbraucher ja auch erst einmal nach Erfahrungsberichten, Kritiken und Beschreibungen über den gewünschten Artikel recherchiert.

Praxistipp: Ich bin diesem oben beschriebenem Mechanismus genauso unterworfen wie alle anderen Menschen auch. Auch ich neige dazu wenn ich überboten werde noch mal einen drauf zu setzen. Um mich selber davor zu schützen nutze ich eine Möglichkeit, die Ebay selber anbietet. Nämlich das Höchstgebot. Wenn ich an einem Artikel interessiert bin suche ich als erstes Erfahrungsberichte anderer Kunden, die den Artikel bereits in Benutzung haben. Wenn diese Bewertungen meinen Erwartungen entsprechen recherchiere ich den marktüblichen Preis, zu dem ich den Artikel erwerben kann. Von diesem Normalpreis ziehe ich einen gewissen Prozentsatz ab (meist so 30 %, kommt allerdings auch auf den VK an) und das ist dann mein Höchstgebot. Eventuell anfallende Versandkosten rechne ich natürlich dem Verkaufspreis hinzu, denn für mich zählt das, was ich letztendlich bezahlen muss. Und da gehören die Versandkosten einfach hinzu. Lassen Sie sich übrigens nicht von äusserst günstigen Versandkosten blenden. Ein versichertes Paket ist nunmal nicht unter rund 5 € zu haben. Achten Sie unbedingt auf einen versicherten Versand, denn der Transport und die Zustellung geht nämlich zu Ihrer Gefahr. Wenn der Versand als Warensendung für 1,90 € verloren geht nimmt sich der Verkäufer davon nichts an. Und die Post bzw. DHL ( Päckchen sind nämlich auch unversichert) ebensowenig.

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