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Barhufhaltung ist nichts Neues

Mitnichten ist die Barhufhaltung bei Pferden etwas Neues. Im Gegenteil, wir brauchen ja nur mal an unsere Kindheit denken. Jeder hat ja wohl mal Cowboy und Indianer gespielt (und sei es an der PS) und weiß daher, Cowboys benutzen Hufeisen, Indianer haben Mustangs und brauchen keine Hufeisen. Aber lassen Sie uns doch jetzt mal etwas ernsthafter an die Sache rangehen:
Letztens habe ich mit einem Kunden aus Österreich telefoniert. Anlass des Gespräches war die krampfhafte Suche des Kunden nach Renegate Hufschuhen, die zur Zeit relativ schlecht zu bekommen sind (ich habe mir jetzt etliche „auf Lager“ bestellt, mal sehen wann die kommen und wie lange die ausreichen?).
Aber interessant fand ich an dieser Stelle, dass er seit mehr als 20 Jahren seine Pferde ohne Eisenbeschlag hält. Und um dem Ganzen noch eines drauf zu setzten, etliche Jahre hat er Fiaker (auf gut deutsch: Kutsche) gefahren. Und zu der Zeit kam er auf die Hufschuhe. Damals hat er noch Eisenbeschläge unter die Hufschuhe gebastelt. Eine tolle Idee finde ich. Denn gerade auf Asphalt und Steinen ist der Abrieb doch recht hoch. Andererseits (jedes Ding hat zwei Seiten) haben wir unsere Renegates jetzt auch schon einige Jahre in Benutzung. Und die haben sich trotz Straßennutzung bisher nicht sonderlich abgenutzt.
Ich, als etwas fauler Mensch (typisch Mann!) finde Barhufe gut zu reinigen. Man muss nicht um das Hufeisen herrumkratzen sondern hat (einen guten Hufpfleger vorausgesetzt) eine schöne glatte Fläche, die sich gut reinigen lässt. Im Gegenteil, es setzt sich so wenig Schmutz fest, dass ich meistens sogar nur einmal drunter schauen muss. Oftmals benötige ich noch nicht einmal einen Hufkratzer. Ein weiterer Punkt der mir entschieden gegen den Strich geht, ist das Nageln. Es ist die einfachste und wirklich bewährte Möglichkeit Hufeisen zu befestigen. Aber der Hufnagel ist nunmal ein Fremdkörper im Huf. Der Gedanke gefällt mir einfach rein subjektiv nicht. Und sind wir mal ganz ehrlich, Schmutz kann da schon einfacher eindringe. Der letzte Punkt pro Barhuf ist die Unfallgefahr. Jeder hat schon mal ein halb (oder ganz) abgerissenes Hufeisen gesehen. Das ist manchmal so schlimm, dass die halbe Stallgemeinschaft in Panik gerät. Und als Heunetzfan bin ich da besonders empfindlich. Bei engmaschigen Heunetzen kann zwar nicht sooooo viel passieren—-aber sicher kann man ja nie sein. Wenn sie noch ein bisschen weiterlesen möchten und sich für Hufschuhe interessieren, schauen Sie doch mal bei dem mit uns befreundetem Webkatalog für Tiere nach. Dort finden Sie ebenfalls einen Artikel zum Thema Hufeisen und Barhufhaltung.

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