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Dampfkochtopf, nicht nur zum Energiesparen

Bekanntermaßen koche ich ja für mein Leben gerne, auch wenn ich (zum Glück) nicht so aussehe. Meine ersten Kontakte und Erfahrungen mit dem Thema Kochen machte ich als Kind bei meiner Großmutter und meiner Mutter. Ich bin Baujahr 1960. Damals waren Männer noch selten in der Küche anzutreffen. Und wenn, dann zum Essen. 😉

Aber schon damals gab es Dampfkochtöpfe, auch Schnellkochtopf genannt. Wenn meine Mutter damit herumhantierte (meiner Großmutter war das zu gefährlich, die hat lieber auf herkömmliche Weise gekocht) war mir das immer etwas suspekt. Das Ding zischte und musste vor dem Öffnen erst unter fließend Wasser abgekühlt werden —- kam mir alles sehr komisch und gefährlich vor.

Aber mittlerweile bin ich ja ein erwachsener Mann und lasse mich nicht mehr so schnell ins Boxhorn jagen. Vor ca. 10 Jahren habe ich den alten Dampfkochtopf meiner Mutter aus der Abstellkammer gekramt und meine ersten Versuche gestartet. Im Grunde ist das eine feine Sache und gar nicht gefährlich. Die Ventile (selbst das über 40 Jahre alte) sind absolut narrensicher. Das einzige, was man mit dem Uralttopf meiner Mutter machen konnte, war das Öffnen ohne vorherigen Druckausgleich. Das ist in der Tat sehr gefährlich. Denn wenn man den Deckel ohne Druckausgleich öffnet (sofern das überhaupt möglich ist, ich habe es nicht ausprobiert) möchte ich nicht daneben stehen. Denn das kochend heiße Essen dürfte sich gleichmäßig in der Küche und auf der Haut der Nebenstehenden verteilen. Neben diesen Verbrühungen möchte ich auch nicht unbedingt den Stahldeckel mitbekommen, wenn der als UFO durch die Küche donnert.

Vor einigen Jahren habe ich mir deshalb auch einen neuen Topf zugelegt. Der Alte blieb bei einer Exfreundin, quais der Alte zur Alten. 😉 Der Neue ist noch sicherer. Das Ventil im Deckel kann man auf unterschiedliche Druckstufen einstellen. Und der Druck im Topf baut sich erst dann auf, wenn man eine bestimmte Verriegelung des Deckels vorgenommen hat. Diese Verriegelung kann man auch erst öffnen, wenn kein Druck mehr im Topf vorhanden ist.

Jetzt bin ich aber ein wenig ins Schwafeln gekommen. Ich hoffe ich habe Sie nicht gelangweilt. Denn eigentlich wollte ich mal ein Paar Anregungen geben, was man denn so alles mit einem Dampfkochtopf so anstellen kann. Rezepte finden Sie im Internet zu hauf, daher spare ich mir die einfach mal. Aber vielleicht bringe ich Sie ja auf ein paar gute Ideen.

1. Das Suppenhuhn. Die schlimmste Arbeit bei einer Hühnersuppe ist ja wohl das Trennen des Fleisches vom Rest des Huhns (außer man hat eine Katze). Je besser, sprich je länger man das Huhn vorher gekocht hat, desto besser geht es. Jetzt mal Hand auf’s Herz, wie lange kochen Sie Ihr Suppenhuhn? Hmmm, stimmt, dauert ganz schön lange. Im Schnellkochtopf habe ich letztens ein komplettes Hähnchen in 20 Minuten so zerkocht, dass schon das Fleisch von den Knochen fiel als ich das Hähnchen aus dem Topf herausnahm. Super abzumachen. Das nächste Mal werde ich nur 15 Minute kochen.
2. Eintöpfe. Jetzt werden mich viele Köche beschimpfen, weil man ja nicht immer alles so zerkochen soll. Aber Sie können mir sagen was sie wollen, ein Eintopf schmeckt erst dann so richtig, wenn er genügend lange gekocht hat. Nicht umsonst sagt man ja auch, dass Eintöpfe am nächsten Tag am besten schmecken. Wie auch immer, die Kochzeit können Sie merklich verkürzen. Gehen Sie vorsichtig zu Werke. Mehr als 30 Minuten auf keinen Fall.
3. Braten. Ich habe mir angewöhnt, Bratenfleisch erst anzubraten, dann abzulöschen, zu würzen und dann noch etwas schmoren zu lassen. Wenn man das „schmoren lassen“ im Dampfkochtopf macht, dauert es gerade mal eine halbe Stunde (oder weniger) und alles wundern sich über das zarte Fleisch.
4. Rippchen kann man so auch sehr schön zubereiten. Die mit Senf eingeriebenen Rippchen im Schnellkochtopf anbraten, dann mit etwas Brühe, Senf und Tomatenmark ablöschen. Bevor ich das Ganze dann 20 Minuten köcheln lasse gebe ich noch eine Nelke, eine Wacholderbeere und ein Lorbeerblatt hinzu. Besser als gegrillte Rippchen!

Das soll jetzt als Beispiele reichen. Ich hoffe ich habe Sie auf ein paar gute Ideen gebracht. Aber jetzt muss ich Schluss machen, mir ist gerade eine Idee eingefallen. Ich muss mal in die Küche…….

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