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Drei Dinge, die jeder Unterwasserfotograf beachten sollte

Das Aufnehmen von Fotos unter Wasser ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Allzuoft sind die Resultate mehr gruselig als schön. Zum einen sind viele Bilder total verschwommen, zum anderen sind die Farben alles andere als leuchtend. Dies liegt daran, dass die Lichtbedingungen unter Wasser sich erheblich von denen über Wasser unterscheiden. Sowohl an die Unterwasserkamera als auch an den Unterwasserfotografen werden andere und größere Herausforderungen gestellt. Denn im Wasser treiben jede Menge Mikrolebewesen und Schwebstoffe, die das Sonnenlicht filtern. Je tiefer man taucht oder schnorchelt, desto weniger Licht trifft man an. Aus diesem Grund ist es auch in größeren Tauchtiefen absolut stockfinster.

Eine gute Unterwasserkamera verfügt deshalb über eine technische Ausstattung, die es erlaubt, auch bei wenig Licht richtig gute Fotos zu machen. Die digitale Unterwasserkamera hat dazu in der Regel ein lichtstarkes Objektiv und eine hohe Lichtempfindlichkeit. Ein lichtstarkes Objektiv ermöglicht kurze Verschlusszeiten, das heißt, man muss nicht sehr lange warten, bis die Kamera das Bild gemacht hat. Dies reduziert die Gefahr, Bilder zu verwackeln oder zu verwischen. Eine hohe Lichtempfindlichkeit wirkt auf ähnliche Art und Weise. Ist ein hoher ISO-Wert eingestellt, benötigt die Kamera weniger Zeit, um das Bild zu machen. Die Gefahr ist allerdings, dass bei höheren ISO Werten der sogenannte Korn Effekt sichtbar wird: das Bild wird pixelig. Vor dem Kaufen einer Unterwasserkamera gilt des deshalb Modelle anhand dieser Kriterien zu vergleichen. Die Anzahl der Megapixel ist für eine Unterwasserkamera von noch weniger Bedeutung als für eine normale „Landkamera“.

Weiterhin ist es wichtig, dass man beim Tauchen und Schnorcheln sich nicht zu viel bewegt. Hat man einmal ein schönes Motiv entdeckt, sollte man möglichst still im Wasser liegen, die Atmung anhalten und dann auf den Auslöser drücken. Das Befolgen dieser Vorgehensweise resultiert in einem geringeren Risiko, die Kamera  ungewollt während der Aufnahme zu bewegen, was in verschwommenen Bildern resultieren könnte. Natürlich ist es am Anfang gar nicht so einfach, diese Tipps zu befolgen, und es gilt, etwas zu üben. Möglicherweise kann ein Aufenthalt im Schwimmbad mit der Unterwasserkamera vor der Abreise in das Tauchparadies von Hilfe sein. Denn wie in den Meisten Disziplinen gilt auch hier, dass Übung den Meister macht.

Zuletzt ist es auch wichtig, möglichst viele Aufnahmen unter Wasser zu machen. Sobald man ein Motiv entdeckt hat, sollte man auf den Auslöseknopf drücken. Oft schwimmen Fische oder anderes Getier weg, wenn sie erst einmal den Fotografen entdeckt haben. Insbesondere bei Aufnahmen mit Blitz können auch Schwebstoffe, die sich direkt vor der Linse befinden, als hässliche weisse Punkte ein Bild unbrauchbar machen. Auch in diesem Fall gilt, so viele Bilder wie möglich zu machen. Eine digitale Unterwasserkamera verfügt über große Speicherchips, auf die mehrere hundert, wenn nicht sogar tausende Bilder passen können. Es empfiehlt sich, möglichst viel Fotos zu machen und später beim Betrachten am PC zu entscheiden, welche davon auch wirklich brauchbar sind. Das Befolgen dieser drei Tipps sollte jedermann und jederfrau eine gute Hilfestellung für möglichst perfekte Unterwasserbilder sein. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich auch gute Motive beim nächsten Schnorchel- oder Tauchgang finden lassen.

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