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Freispruch für Raser
Gegen die Abzocke der Städte

Freispruch für Raser

Vor zwei Jahren habe ich mein liebstes Hobby, dass Motorradfahren aufgegeben. Zu dieser unangenehmen Entscheidung hat mich nicht nur das zunehmende Alter (ich gehe mittlerweile auf die 50 zu und werde etwas vorsichtiger) sondern auch die zunehmende Verkehrsüberwachung durch Städte und Gemeinden veranlasst.

Das die Polizei auf die Einhaltung der Gesetzte und in diesem Falle speziell das Einhalten der Straßenverkehrsordnung achtet ist selbstverständlich und keinesfalls zu beanstanden. Aber während der letzten 10 Jahre (und länger) habe ich verschiedene Knöllchen aus verschiedenen Städten erhalten. Bezeichnenderweise allerdings kein einziges von der Polizei.

Komisch, oder? Die Polizei, die für die Sicherheit und Ordnung zuständig ist, hat mich kein einziges Mal erwischt. So ein hoffnungsloser Raser kann ich dann ja wohl nicht sein 😉 . Allerdings drängt sich (nicht nur) mir ein anderer Verdacht auf. Den Städten und Gemeinden geht es bei der Verkehrsüberwachung weniger um die Sicherheit im Straßenverkehr bzw. die Einhaltung der Parkvorschriften in den Städten, sondern schlicht und ergreifend um das Füllen des Stadtsäckels. Auf gut deutsch: Abzocke!

Dies vorausgeschickt ist mir aktuell der Bericht auf http://www.stern.de/tv/sterntv/richter-vermutet-abzocke-hinter-radarfallen-massenfreispruch-fuer-raser-1622095.html aufgefallen. Hier wird über einen Herforder Richter berichtet, der es offensichtlich ebenfalls leid ist und in der vergangenen Woche mehr als 40 Autofahrer freigesprochen hat. Die müssen Ihr Knöllchen (vorerst) nicht bezahlen. Seine Argumentation ist meiner Ansicht recht ähnlich. Es wird auf Deutschlands Straßen hauptsächlich geblitzt um Geld in die Stadtkassen zu spülen. Man kann nur hoffen, dass sein Verhalten dazu führt, die gängige Praxis abzuändern.
Ich habe allerdings die Befürchtung, dass es wie das Hornberger Schießen ausgeht. Viel Getöße und im Endeffekt endet es ohne sichtbarem Ergebnis.

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