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Kategorie: Politik und Wirtschaft

Naturschutz in Deutschland? – Privatpersonen raus aus dem Wald!

Sind Ihnen vielleicht auch schon diese Schilder aufgefallen, welche im zweiten Halbjahr 2016 massenweise in NRW aufgehängt wurden?

  

Schild zum Naturschutz

  

Also mir sind sie sofort aufgefallen. Weil sie nämlich zur Realität vollkommen konträr stehen. Im Grunde gibt es mehrere Gruppen von Menschen die am Wald und allgemein der Natur interessiert sind. Der interessierte Bürger allgemein und speziell natürlich auch Hundehalter und Reiter aber auch Pilz- und Beerensammler. Auf der anderen Seite haben wir Jagdpächter, die die hohen Kosten der Pacht wieder durch Fleischverkauf reinholen wollen. Und nicht zuletzt der Waldbesitzer, der am Holzverkauf interessiert ist. 2016 ging der Großteil der Rodungsarbeiten übrigens in die thermische Verwertung. Im Klartext: Das Holz wird verbrannt! Sehr umweltfreundlich? Neeee, eigentlich eher das Gegenteil. weiterlesen… »

Blindbewerbung – Anonymbewerbung

Gestern sprach ein Moderator von 1live (Regionalsender im Ruhrgebiet) mit einer jungen Frau kurz über Frauenquoten im Berufsleben. Als ehemaliger Leiter eines Bewerbungszentrums und Mitarbeiter verschiedener Unternehmensberatungen war ich früher mit dieser Problematik befaßt und drehte das Radio mal lauter um zu hören, worum es denn genau im Gespräch geht.

Und zwar war die junge (hatte zumindest eine junge Stimme) Dame überzeugt vom Sinn der Frauenquoten. Im Gegensatz zum Moderator, der die wohl allgemein bekannten Negativpunkte vorbrachte. So weit so gut und im Grunde keine neuen Informationen.

Im Laufe des Gespräches wurde dann aber die Möglichkeit von anonymisierten Bewerbungen hervorgehoben. Damit ist gemeint, dass in den Bewerbungen persönliche Angaben wie zum Beispiel das Geschlecht nicht mehr angegeben werden. Es sollte dann wirklich nur noch auf die fachliche Qualifikation, Berufserfahrung, usw. geachtet werden. Es wurde sogar vorgeschlagen das Foto wegzulassen.

Dieses System der Anonymbewerbung hört sich weiterlesen… »

Türkische Wahlveranstaltung in Deutschland – Hä?

Zur Zeit geht es ja aus unterschiedlichen Gründen groß durch die Presse. Der Herr Erdogan (ein türkischer Politiker) beabsichtigt heute eine Wahlveranstaltung in Köln abzuhalten. Klingt auf den ersten Blick schon recht absurd. Ein Politiker hält im Ausland eine Wahlveranstaltung ab? Hintergrund ist der, dass die hier in Deutschland lebenden türkischen Menschen in der Türkei (zumindest zum Teil) wahlberechtigt sind. An dem Willen dieser Leute in Deutschland längerfristig leben zu wollen und sich hier tatsächlich zu integrieren habe ich übrigens meine Zweifel. Ebenso zweifel ich am System der doppelten Staatsangehörigkeit. Entweder bin ich Türke und dann will ich auch in der Türkei leben. Oder ich beabsichtige mein zukünftiges Leben in Deutschland zu gestalten. Dann sollte ich aber auch die Sprache lernen, mich in die bestehende Gesellschaft integrieren, anpassen und vor allen Dingen zu meiner neuen Heimat stehen.

Aber mal zurück zum Thema. Denn die Wahlveranstaltung des Herrn Erdogan steht ja auch aus anderen Gründen in der Kritik. In erster Linie weiterlesen… »

Harte Strafen für religiös motivierte Täter

So, jetzt zum nächsten Beitrag. Hier hat ein junger Mann (24 Jahre alt) seine schwangere Exfreundin (22) hinterrücks im Hausflur erstochen. Grund war die Schwangerschaft. Er wollte das Kind nicht, Sie wollte das Kind.

Der Staatsanwalt forderte zu Recht eine lebenslange Haftstrafe für den Täter. Die Todesstrafe gibt es ja leider hier in Deutschland nicht. Da wo der Täter herkommt (Afghanistan) wäre er mit einer Freiheitsstrafe nicht weggekommen. Obwohl, was man so aus Afghanistan so hört, …………….

Wie auch immer jetzt kommen mal wieder unsere gut bezahlten Richter ins Spiel. Die meinten nämlich dem jungen Mann müsse man auf Grund seiner Herkunft mildernde Umstände einräumen. Somit gibt es dann eben nur 15 Jahre. Und das in Deutschland niemand mehr seine Strafe komplett absitzen muss ist ja wohl auch bekannt. D.h. er kommt wahrscheinlich schon früher raus.

Die Staatsanwaltschaft beabsichtigt Revision einzulegen. Finde ich richtig. Statt mildernder Umstände sollte man solch einem Täter noch eine härtere Strafe auferlegen. Mord ist Mord und wer aus niederen Beweggründen (kulturelle oder religiöse Gründe) mordet der sollte die ganze Härte des Gesetzes erfahren.

Mit Hartz-IV einen Jaguar fahren

Auch wenn Sie sich etwas wundern, aber die Überschrift ist nicht nur aktuell sondern entspricht sogar der Wahrheit. Aufmerksam bin ich auf das Thema geworden, weil ein älterer Hartz-IV Bezieher angeblich ein Bordell (mit den entsprechenden Gewinnen) betrieben haben soll.

Nunja, die Story ist natürlich (vollkommen unabhängig vom Wahrheitsgehalt) ein gefundenes Fressen für die Presse. In der schnellebigen Medienwelt muss jeder Redakteur sehen wie er seine Themen zusammen bekommt. Und da bietet sich der Betrug im Bereich Hartz-IV ja geradezu an.

Aber jetzt mal der Reihe nach. Der „normale“ Bürger wundert sich wahrscheinlich. Ganz besonders dann, wenn er an die ärmlichen Menschen denkt, die wirklich in der Tat weiterlesen… »

Die Politik macht aus unserer Polizei eine Lachnummer

Polizisten werden angespuckt, beschimpft, tätlich angegriffen und müssen sich auch noch Rechtfertigen, wenn Sie mal durchgreifen. Das ist ja mittlerweile allgemein bekannt und führt zu viel Missmut in unsere Gesellschaft. Zumindest bei den gesetzestreuen Mitbürgern.

Andere Länder – andere Sitten. Auf der Onlineausgabe der Welt ist mir heute ein Video aufgefallen, bei dem ich fast applaudiert hätte. Und zwar ist in Brasilien ein Motorradfahrer während der Fahrt mit vorgehaltener Waffe angehalten worden um sein Motorrad zu stehlen. Ich glaube hier in Deutschland nennt man das Raubüberfall. Wie auch immer, der betroffene Motorradfahrer hatte eine Helmkamera die den ganzen Vorgang aufgenommen hat.

Die Geschichte ging allerdings (Sie werden es schon vermuten) etwas anders aus, als sich der offensichtlich minderjährige Räuber es geplant hatte. Denn der Räuber saß noch nicht ganz auf dem Motorrad, das vielen auf einmal Schüsse. Ein Polizist hatte zufällig den Raub beobachtet, seine Dienstwaffe gezogen und den Räuber ohne Warnung angeschossen. Dazu kann ich nur sagen: Klasse, richtig gemacht, der Mann sollte belobigt werden.

In Deutschland würde ein Polizist erst einmal vor Gericht kommen. Unverhältnismäßigkeit der Mittel. Er hätte den Räuber wahrscheinlich warnen müssen. Und in der Öffentlichkeit, insbesondere bei den Unterschichten, würde die Polizei als Institution angegriffen, weil sich die Polizei ja alles erlauben könne. Und der jugendliche Räuber würde wahrscheinlich sogar noch eine Entschädigung weiterlesen… »

Kein Zigeunerschnitzel in Hannover

Ab und an werfe ich mal einen Blick auf die Onlineausgabe der Bild(-zeitung). Lustig finde ich da immer die Überschriften. Mehr kann man da eigentlich auch nicht lesen. Reicht aber auch. Zumindest um sich zu amüsieren.

Heute ist mir da der Artikel aufgefallen, nach dem „Das Forum der Sinti und Roma in Hannover“ angeblich den Begriff Zigeunerschnitzel am liebsten von allen deutschen Speisekarten streichen will. Einen ersten Erfolg hat das Forum nach dem Bildbericht in der Kantine des Rathauses sowie des Hannover-Congress-Centrum erreicht. Dort werden die Schnitzel jetzt unter einer anderen Bezeichnung weiterlesen… »

Einkaufen in der Innenstadt? Ich nich‘

Ich lebe in NRW, mitten im Ruhrgebiet. Letztens wollte ich mal ein klein wenig nach neuer Kleidung Ausschau halten. Auf gut deutsch: Shoppen gehen. Also mal eben in die Stadt fahren und ein bisschen bummeln. Damit fing das Dilemma dann auch an. Nämlich mit der Parkplatzsuche. Ist man gar nicht mehr gewohnt, wenn man durch die Besuche weiterlesen… »

Bildungssystem sei undurchlässig und ungerecht

Mal wieder ist das deutsche Schulsystem in der Kritik. Eine aktuelle Bertelsmann-Studie zeige deutlich, dass unser Schulsystem kaum Chancen auf einen Aufstieg bietet. So wird zumindest allgemein argumentiert (Spiegel, Stern, Focus usw. jeweils in der Onlineversion).

Als ehemaliger Ausbildungsleiter verfüge ich über sehr umfangreiche Erfahrungen mit den Schulabgängern von verschiedenen Schulformen. Diese Erfahrungen beziehen sich einerseits in der Beurteilung der Auszubildenden (Kenntnisse, Sozialisation usw. ) als auch auf die Informationen, die ich von unseren Azubis über Ihre Erfahrungen in den Schulen erhalten habe. Und nicht zuletzt auch noch die Erfahrungen im Umgang mit Lehrkörpern verschiedener Schulformen.

Alles zusammen gefasst kann ich als „Insider“ da nur verwundert mit dem Kopf schütteln. Denn die Fehler im deutschen Schulsystem sind so offensichtlich weiterlesen… »

Fachkräftemangel in Deutschland

Mal wieder mit Kopfschütteln habe ich die Pressemitteilung gelesen, nach der in Deutschland ein akuter Fachkräftemangel herrsche. Bereits 2015 sollen fast drei Millionen Fachkräfte fehlen. Dies soll eine Studie der Prognos AG für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), die dem Handelsblatt vorliegt, belegen. Aber auch in der Onlineausgabe der Bild wird heute der DIHK-Chef Schweitzer mit der Aussage zitiert bis 2025 benötige Deutschland 1,5 Mio Fachkräfte aus dem Ausland.

Zuerst einmal fallen die doch sehr unterschiedliche Zahlen auf. Wobei ich persönlich eine Prognose für 2025 (also in 12 Jahren) für nicht besonders Glaubwürdig erachte. Aber im Prinzip kommen ja beide zur gleichen Aussage: Wir benötigen Fachkräfte aus dem Ausland.

Dem kann und will ich nicht zustimmen. Wir haben hier in Deutschland zur Zeit über 3 Mio Arbeitslose. Jaja ist mir auch bekannt, leider sind die oftmals nicht genügend ausgebildet und leider viel zu oft der deutschen Sprache nicht genügend mächtig. In diesen Personenkreis Geld zu investieren ist (als ehemaliger Ausbildungsleiter in der Erwachsenenbildung erlaube ich mir das mal ganz deutlich zusagen) mehr als ineffektiv. Aber unser Schulsystem krankt an allen Ecken und Kanten. Das merkt man nicht nur bei den Ergebnissen der Pisastudien sondern auch bei den fehlenden Ausbildungsvoraussetzungen der jugendlichen Schulabgänger. Daher mein bescheidener Vorschlag: Lieber Vater Staat, investiere doch mal genügend Geld in die Schulausbildung unserer Kinder. Nicht nur das oftmals die Schulen großen Bedarf an Sachmitteln haben. Auch Schulklassen von über 30, manchmal sogar über 40 Kindern sind für’s Lernen nicht vorteilhaft. Gerade Kinder aus den unteren Gesellschaftsschichten benötigen eine intensivere Betreuung und dafür sind ganz einfach mehr Lehrkräfte nötig. Ganz abgesehen von der Sozialisation der Kinder und Jugendlichen. Denn dem Erziehungsanspruch kann ein Lehrer bei solch großen Klassenverbänden bestimmt nicht so nachkommen wie es wünschenswert wäre.

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