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Lack ade – Folie OK

Kennen Sie auch noch die Zeiten, wo man wegen jeder Kleinigkeit zum Lackierer musste? Früher war ja angeblich alles besser. Bezüglich Autolack und insbesondere Verschönerung des Autos durch farbliche Gestaltung stimmt dieser abgenudelte Spruch allerdings nicht. Die heutigen Möglichkeiten sind fast unüberschaubar.

Aber jetzt erst einmal der Reihe nach. Zum Thema bin ich gekommen, als ich unserem Firmenfahrzeug etwas Werbung gönnen wollte. Ich hatte so an das übliche gedacht was man täglich im Straßenverkehr sieht. Also auf den Türen und der Heckklappe ein paar Firmeninfos und natürlich die Telefonnummer. Dafür gibt es mittlerweile unzählige Anbieter im Internet, die entsprechende Folien herstellen. Im Grunde geht das recht einfach. Sie erstellen (oder lassen erstellen) einfach mit dem Programm Ihrer Wahl eine Grafik mit den entsprechenden Texten und wählen die gewünschten Farben aus. Wenn das Ganze dann so aussieht, wie sie es benötigen braucht man nur noch die komplette Datei an die auserkorene Folienfirma zu schicken. Wir haben das Ganze einfach mit einem Bildverarbeitungsprogramm erstellt und als jpg gespeichert.

Beispiel für Autofolien

Nach ein paar Tagen steht dann der Paketbote mit der aufgerollten Klarsichtfolie vor der Tür. Auf diese Klarsichtfolie ist Ihre Grafik/Text dann farblich aufgedruckt. Die komplette Folie wird dann nur noch nach der beigefügten Anleitung auf die entsprechende Stelle des Fahrzeugs geklebt und FERTIG. Der große Vorteil dabei ist, dass man die Folie auch wieder entfernen kann ohne den Lack zu beschädigen. Das ist natürlich besonders schön wenn das Fahrzeug mal wieder verkauft werden soll. Denn der Käufer wird ja wohl eher ungern für Sie kostenlose Werbung machen 😉 . Und so sieht das dann übrigens aus:

Beispiel für geklebte Autofolien

Das oben beschriebene Prinzip der Werbefolien lässt sich natürlich auch auf andere Bereiche übertragen. Denn auf genau dieselbe Art und Weise kann man natürlich auch alle möglichen anderen Bilder, Grafiken usw. auf das Fahrzeug aufbringen. Letztens sah ich im Internet ein Fahrzeug bei dem praktisch kein einziges Stück Lack zu sehen war. Der Wagen war über und über mit farbigen Folien beklebt. Naja, über Geschmack lässt sich prima diskutieren und man kann es sicherlich auch übertreiben. Die Idee an sich ist allerdings nicht schlecht. Denn die Folie kann man nicht nur rückstandslos entfernen sonder sie schützt auch den Lack darunter gegen (leichte) Steinschläge, Ausbleichen, usw. Wer also häufig auf der Autobahn unterwegs ist und auch schon mal etwas dichter auffährt (was man ja nicht machen sollte!) kann mit einer Folie die Motorhaube und den Stoßfänger gut vor Steinschlägen sichern. Zumal es die Folien mittlerweile in praktisch jeder Autofarbe und zur Not auch als Klarsichtfolie gibt und somit gar nicht auffällt. Wenn also andere Leute nach einigen Jahren Ihr Fahrzeug vor dem Verkauf zum Lackierer bringen müssen um noch einen vernünftigen Preis zu erzielen ziehen sie einfach die Folie ab. Voila!

Und dann gibt es ja auch noch das Thema „Pimp my Car“. Auch das ist mit Folien gut zu bewerkstelligen. Statt das etwas ältere Fahrzeug zum Lackierer zu bringen kann man es einfach komplett mit Folie bekleben (lassen). Allerdings ist solch eine Arbeit nichts für den Anfänger. Wenn Sie es selber machen möchten sollten Sie sich erst eine einfache Stelle (ohne Ecken, Kanten und Rundungen) aussuchen und erste Erfahrungen sammeln. Der Umgang mit den Folien ist nämlich nicht ganz so leicht, wie man sich das vielleicht vorstellt. Die Folien kleben SEHR gut und das nicht nur dort wo sie sollen sondern überall. Auch Folie auf Folie! Schnell ist da eine hochwertige teure Folien in Restmüll verwandelt.

Zuletzt noch ein kleiner, aber recht zweckmäßiger, Tipp: Der Untergrund muss absolut sauber und fettfrei sein. Fettfrei leuchtet ja noch unmittelbar ein. Sonst hält die beste Folie nicht. Wie bei vielen anderen Arbeiten auch kommt es hier auf die Vorarbeit an. Denn selbst kleinste Körnchen drücken sich unnachgiebig durch die Folie oder verursachen zumindest eine kleine Ausbuchtung in der Folie. Das sieht natürlich nicht schön aus und sollte tunlichst vermieden werden. Daher vor dem Kleben für eine absolut glatte und saubere Oberfläche sorgen.

Und da kommt mir spontan noch eine sehr gute Idee. Vielleicht kann man ja auch kleine Roststellen oder sonstige Beschädigungen des Lacks mit farbiger Folie ausbessern. Im Grunde bräuchte man doch nur den Untergrund entrosten, super glatt spachteln und dann die Folie aufkleben. Sauberes Arbeiten vorausgesetzt sollte das doch auch funktionieren. Ich werde es bei passender Gelegenheit mal ausprobieren und hier berichten. Falls jemand Erfahrungen gemacht hat, freue ich mich wie immer über eine kleine Rückmeldung und auch über zusätzliche Tipps und Ratschläge.

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