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Müllentsorgung im Wald

Nein, dies ist keine Anleitung, wie man am besten seinen Müll illegal entsorgt 😉 . Im Gegenteil, ich finde es eine absolute Katastrophe, mit welcher Selbstverständlichkeit die lieben Mitmenschen Ihren Müll im Wald entsorgen. Die Übeltäter lassen sich in verschiedene Kategorien einordnen.
Zuerst einmal kommen diejenigen, die einfach Ihren Müll auf den Boden werfen. Das findet man ja mittlerweile überall. In den Städten, den Grünanlagen, auf Spielplätzen und nicht zu vergessen auch im Wald. Angefangen von Papiertaschentüchern (die verschandeln wenigsten nur eine kurze Zeit die Umwelt, da sie schnell kompostieren) bis hin zu leeren Flaschen und sonstigen Behältnissen. Besonders unangenehm sind die Raucher, die Ihre Kippen auf die Straße werfen. Nicht daran denkend, dass die Kippen (anders als zum Beispiel Tabak) eine sehr lange Halbwertzeit haben.
Aber zurück zum Wald. Sperrmüll oder Hausmüll wird zum Glück relativ selten illegal im Wald entsorgt. Aber viele Mitmenschen machen das schlechte Beispiel der Bauern und Landwirte nach und kippen Ihren Bauschutt auf die Wege. Über die Ausrede, dass dies für die Befestigung der Wege notwendig ist, kann man nur lachen. Was habe ich von einem Feldweg, der über und über mit zerbrochenen Steinen, Fliesen, Dachpfannen und ähnlichem übersät ist? Da versaut man sich die Schuhsohlen, stolpert vor sich hin und für die Tiere ist es besonders schlimm. Aber immer noch billiger als die Müllkippe. Die haben nämlich mittlerweile das Problem erkannt und langen für die Entsorgung von Bauschutt finanziell ganz schön hin.
Grünabfälle aus dem Garten sind auch immer wieder ein beliebtes Thema. Manche Leute sind wohl der Meinung, alles was natürlich verrottet kann man auch einfach in den Wald schmeißen. Das der Mist noch nach Jahren vor sich hingammelt (dickere Äste, aber auch geschichteter Rasenschnitt), daran denkt keiner. Wer so ein großer Fan vom Kompost ist, kann ja seine Grünabfälle im eigenen Garten gammeln lassen. Aber da sieht man den Dreck ja jeden Tag. Also besser in den Wald, da muss ich es ja nicht selber jeden Tag drauf schauen.
Zum Schluss noch eine kleine Gegebenheit, die mir vor einigen Tagen auffiel. Eine Kleingartenanlage (Schrebergarten) ist rund herum mit einer ca. 2 Meter hohen Hecke umgeben. Zwischen Hecke und angrenzendem Feld befindet sich ein Fußweg, der gerne von Spaziergängern genutzt wird. Auf dem Schrebergartengelände sieht alles wie geleckt aus, kein Müll so weit wie man sehen kann. Alles den Statuten entsprechend. Aber den Schnitt von der Hecke außerhalb des Geländes, der wird schön am Feldrand entsorgt. Und da die Kleingärtner meinen, wo schon Müll liegt, kann man ja noch mehr hinschmeißen, sammelt sich mittlerweile auch schon Grasschnitt an. Mit dem Erfolg, dass der Bauer den Feldrand nicht mehr sauber hält (der hat wahrscheinlich die Nase voll vom Müllentsorgen für die reinlichen Kleingärtner) und jetzt auch noch das Unkraut bis zu einem Meter hoch steht.
Der Spruch, dass jeder erst einmal vor der eigenen Haustür kehren soll, stimmt mal wieder. Denken Sie mal darüber nach!

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