Wir hatten hatten seit einigen Jahren zwei kleine Aquarien mit Guppies. Die haben wir jetzt gegen zwei Würfel (50x50x40) eingetauscht. In dem einen Becken sind wieder die Guppies eingezogen. Das andere Becken haben wir passend für die Krebse eingerichtet.
Aktuell an der Pumpe noch etwas provisorisch. Da ich keinen Filterschwamm hatte habe ich einfach einen neuen Küchenschwamm umfunktioniert. Da kann man zumindest die Größe gut erkennen.

Das Becken haben wir mit einer dicken Sandschicht und einigen Granitsteinen eingerichtet. Als Höhlen dienen drei auf den Kopf gestellte Tonschalen die ich an der Seite eingeschliffen habe so das ein Eingang entsteht. Die haben die zwei Krebse sofort angenommen. Aus dem Guppiebecken hatten wir noch einige Pflanzen über die sich auch die Krebse gefreut haben. Bisher haben sie da auch noch nicht viel kaputt gemacht. Schauen wir mal wie es weiter geht. Zumindest sind die Pflanzen gut zum verstecken denn Krebse sind ja etwas scheu und auch nachtaktiv. Aktiv gefüttert haben wir die beiden bisher mit Karottenscheiben und einem Fitzel Kochschinken. Wurde beides mit Begeisterung angenommen.

Die Auswahl der Krebse hat sich dann doch als etwas langwierig ergeben. Zuerst hatte ich den Procambarus fallax virginalis in der näheren Auswahl. Den gibt es aber leider nicht mehr zu kaufen. Zu viele Leute haben den in die Natur entlassen oder als Angler als Lebendköder benutzt. Das hat dazu geführt das sich der Krebs in der freien Natur ausbreitet und die heimischen Krebsarten verdrängt oder mit Krankheiten ansteckt. Der Procambarus fallax wird aber noch ganz regulär in Fachgeschäften angeboten. Der Unterschied besteht darin, dass der Procambarus fallax zwei Geschlechter zur Vermehrung benötigt, der Procambarus fallax virginalis kommt ohne Männchen aus. Also alle Krebse sind weiblich. Also in der Praxis reicht es einen einzigen Procambarus fallax virginalis in die Natur zu entlassen und schon vermehren sich die und nehmen überhand. Nachvollziehen kann ich das Problem bzw. besser die Problemlösung nicht. Denn wo besteht der Unterschied ob ein einzelner Krebs oder mehrere in die Natur entlassen werden. Vermehren tun die sich sowieso. Im Aquarium sollen die aus Florida stammenden Krebse bei 15 bis 30 Grad Wassertemperatur gehalten werden. Überleben die überhaupt unseren Winter?