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Politiker kritisieren DB wegen Wintertauglichkeit

Muss man als Politiker eigentlich kein Gehirn besitzen? Heute habe ich mit schmunzeln im Radio gehört, dass einige Politiker der Grünen und der SPD die Deutsche Bahn angegriffen haben. Kritikpunkt waren die Verspätungen und Zugausfälle bedingt durch den starken Schneefall und Frost.

Das sind sicherlich Kritikpunkte, die sich die Bahn zu Herzen nehmen sollte. Leider hat die Bahn den gleichen Fehler wie viele andere große Unternehmen auch gemacht. Geld einsparen um jeden Preis. Bei der Bahn war der Grund der bevorstehende Börsengang. Da will man natürlich gut da stehen und liquide sein. Auf die vollkommen überalterte Hardware achtet ja so schnell ja niemand. 😉

Schmunzeln musste ich über die Kritik trotzdem sehr heftig. Denn ein Blick aus meinem Küchenfenster zeigt mir eine relativ gut frequentierte Straße (keine Nebenstraße oder Wohnstraße), die bis heute nicht vernünftig geräumt wurde. Und so sieht es nicht nur hier in Herten aus. Im gesamten Ruhrgebiet ist „Land unter“, man sieht vor lauter Schnee die Straße nicht. Letztes Jahr hieß es, es sei kein Streusalz vorhanden. Also wenn meine Mitarbeiter sich solch einen Fauxpas (Ihr habt vor dem Winter vergessen Streusalz zu bestellen, ja spinnt Ihr?) erlauben würden, hätten Sie schon ein ernsthafteres Gespräch mit mir. Bei der öffentlichen Hand sieht das offensichtlich anders aus. Denn dieses Jahr ist es mit dem Streuen noch schlimmer geworden. Und mit der dummen Ausrede vom letzten Jahr brauchen die mir nicht zu kommen. Ich bin ja schon gutgläubig. Aber alles hat ja mal eine Grenze. Aber wehe, Sie als Hausbesitzer oder Erdgeschossmieter schaffen es mal nicht den Bürgersteig ordnungsgemäß zu räumen. Da machen Sie sich strafbar und sind ganz nebenbei auch noch Schadensersatzpflichtig wenn jemand hinfällt. Das Prinzip sollte man auf die öffentlichen Straßen übertragen. Das ist zwar nicht ganz ernst gemeint, aber wenn man mit seinem Auto wegrutscht, weil die Städte nicht geräumt haben, sollten diese auch Schadensersatzpflichtig sein. 😉 Bestimmt würden die Straßen dann besser geräumt.

Vor allen Dingen machen jetzt auch die ersten Gerüchte die Runde. Gestern sprach mich ein älterer Nachbar an, der meinte gehört zu haben, dass die Anwohner jetzt nicht nur den Bürgersteig, sondern auch die Nebenstraßen/Wohnstraßen zur Hälfte räumen müssten. Naja, der gute Mann ist bekennender Bildleser. Insofern ordne ich diese Information mal in die Rubrik AHA ein. Ein wahrer Kern ist allerdings (so wie immer) enthalten. Einer der Nachbarn hat nämlich einen Bagger besorgt. Mit dem haben die dann mal eben (keine 10 Minuten) die Kreuzung geräumt. Man sieht: Mit ein bisschen guten Willen geht alles.

Zuletzt noch mal ein kleiner Vorschlag für die o.g. Politiker. Liebe Politiker, wir haben offiziell 3 Millionen Arbeitslose, inoffiziell wahrscheinlich die doppelte Zahl. Da gibt es bestimmt ganz viele Menschen drunter, die einen Führerschein besitzen und gerne einen Job als Kraftfahrer bei der Stadt hätten. Dann wäre das Schneeproblem nämlich kein Problem mehr. Und die Menschen wären glücklich weil Sie eigenes Geld verdienen und nicht auf ALG oder Hartz IV angewiesen wären.

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