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Sextourismus – teuer und gefährlich

Der internationale Sextourismus boomt leider immer noch ungebrochen. Ich bin nicht der Sittenwächter der Nation und schon gar nicht der ganzen Welt. Den erhobenen Zeigefinger werden Sie hier also nicht finden. Trotzdem möchte ich auf einige Aspekte hinweisen und den ein oder anderen mal zum Nachdenken anregen.
Bei Sextourismus denken die meisten Leute erst einmal an Thailand im speziellem oder allgemein Asien. Aber so weit muss man ja nicht gehen. Osteuropa ist nicht fern und die Not der Menschen treibt viele in die Prostitution. Daneben noch die Fernreiseziele wie Cuba und die DomRep. Jeder der ein bisschen von der Welt gesehen hat, durchschaut bereits jetzt das Prinzip. Je schlechter die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einem Land, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Prostitution. Ich erinnere mich an unserem letzten Urlaub in der Karibik. Die arbeitslosen Männer versuchen mit allem möglichen (angefangen von Zigarren bis hin zur Organisation von Ausflügen) ein bisschen Geld zu verdienen. Viele Frauen beschreiten den vermeintlich einfacheren Weg und gehen der Prostitution nach. Ich kann die Frauen dabei sogar verstehen. Bevor man in einer schmuddeligen Absteige ebenso schmuddelige Einheimische „bedient“ kann man sich besser mit sauberen und gut betuchten Touristen einlassen. Oder man (besser frau) spielt für die Dauer des Aufenthaltes das Girlfriend. Dann hat man es für 2-3 Wochen nur mit einem „Kunden“ zu tun. Und wenn man es geschickt anstellt (berühmt sind hierfür die Thailänderinnen) denkt der blöde Deutsche er hätte eine wirkliche Freundin im Urlaubsland. Für solch eine Freundin ist dem sparsamen Deutschen natürlich nichts zu teuer. Da werden (selbstverständlich) alle Ausgaben übernommen, kleinere oder auch größere Geschenke gemacht und die notleidende Familie unterstützt. Ganz clevere Damen lassen sich sogar 12 Monate bis zum nächsten Urlaub vom Touristen finanziell unterstützen. Denn wenn jeden Monat ein bisschen Geld aus Deutschland kommt, braucht man ja nicht weiter auf den Strich zu gehen sondern kann auf den geliebten Wohltäter warten. Wenn die Dame es geschickt anstellt, bringt sie es auf locker 12 Touristen, die jeden Monat ein wenig Geld schicken. Da muss sie nur darauf achten, dass nicht zwei Wohltäter zur gleichen Zeit im Urlaub sind 😉 . Eigentlich kann man vor solchen Damen nur den Hut ziehen. Die machen es wenigsten geschickt.

Die Beweggründe der Sextouristen (männlich und weiblich, ich mache da keinen Unterschied) sind unterschiedlich. Oftmals wird die Ersparnis in Vergleich zum deutschen Freudenhaus herausgestellt. Wenn man allerdings die Reisekosten, Hotelkosten, Verpflegung usw. hinzuzählt, bleibt von der Ersparnis nicht mehr viel über. Auch ein beliebtes Argument ist, man wolle die einheimische Bevölkerung unterstützen. Naja, wenn ich mich vom Hotelgärtner zu sich nach Hause einladen lasse unterstütze ich auch die einheimische Bevölkerung. Ohne mit dem Gärtner sexuelle Kontakte zu haben. 😉 Für die nicht Eingeweihten: In der Karibik ist es üblich Touristen zu sich nach Hause z.B. zum Abendessen einzuladen. Eigentlich eine schöne Sache, da man die einheimische Lebensweise kennenlernt. Und für den Gastgeber ist das Ganze auch interessant, da man als reicher Tourist (trotz Einladung) natürlich für die entstandenen Kosten aufkommt. Da bleibt dann auch ein bisschen was beim Gärtner hängen.
Aber zurück zum Thema: Die Gründe für den Sextourismus müssen woanders liegen. Und da kommen wir zu den etwas komischen, oft auch perversen Menschen. Denn je schlechter die Lebensumstände in einem Land sind, desto eher sind die Prostituierten zu „Sonderleistungen“ bereit. Also Sex ohne Kondom, Sex mit mehreren Personen, Sex mit Kindern oder Jugendlichen, gleichgeschlechtlichen Sex oder sonstige seltsamen Praktiken die ich wahrscheinlich noch nicht einmal kenne.
Und wenn es in einem Land verboten ist, wechselt man eben zum nächsten. Zur Zeit (2010) geht Thailand schon seit einiger Zeit gegen Päderasten vor. Mit dem Erfolg, dass diese (Sex-) Touristen nach Kambotscha oder Vietnam ausweichen.

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