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Unser täglich Spam

Unter Spam versteht man den massenhaften Versand elektronischer Nachrichten. Auf gut deutsch: Emails, die kein Mensch braucht!
Bevor ich gewerblich im Internet tätig wurde, waren unerwünschte Emails für mich kein Thema. Damals konnte man noch bei gmx mehrere Emailadressen nach Wunsch anlegen. Heute geht das nur noch begrenzt. Wie so oft im Leben werden erst viele Leute mit Angeboten geködert und danach dann der Service zurückgeschraubt. Aber zurück zu den unerwünschten Emails. Neben meiner „normalen“ Emailadresse hatte ich mir damals eine zusätzliche mit einem Phantasienamen angelegt. Sie ahnen wahrscheinlich schon das Prinzip. Bei ernsthaften, seriösen Internetseiten habe ich meine richtige, bei auch nur ansatzweise dubiosen Seiten habe ich die Phantasieadresse angegeben. Somit wurde ich zwar nicht von Spam verschont, habe sie aber gar nicht erst bemerkt. Denn mit dem Phantasienamen habe ich mich nur dann eingeloggt, wenn ich eine Bestätigungsmail (zum Beispiel für die Anmeldung in irgendeinem Forum) benötigte. Meine reguläre Emailadresse wurde von Spam verschont. Glauben Sie nicht? Können Sie aber. Nach zwei Wochen Urlaub hatte mein Arbeitskollege immer so um die 2598,785 Emails 😉 im Postfach. Ich nur einen Bruchteil davon, und meine Emails waren wirklich richtige, informative und auch gewünschte Mails. Das gemeine am Spam ist ja, dass z.B. mein Arbeitskollege nicht einfach alle 56 Mails löschen konnte. Es könnte ja eine wichtige dabei sein. Folglich war er gezwungen alle Emails zumindest mal anzuschauen.
Wie oben schon angedeutet bin ich seit einiger Zeit selbständig und überwiegend im Internet tätig. Die Emailadresse, die ich hierfür verwende wird leider in verschiedenen Foren, Shopsystemen, Blogs und Artikelverzeichnissen angezeigt. Es hält sich zwar noch in Grenzen, aber die Emails die da ankommen sind teilweise schon haarsträubend. Glauben Sie nicht?

Dann gebe ich Ihnen mal ein Beispiel:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Dieses Angebot könnte für Sie seltsam sein, aber das ist der Wunsch eines
62 Jahre alter sterbender Asiatischer Frau verheiratet mit einem
verstorbenen Deutschen. Es ist mir jetzt zu spät eingeleuchtet  dass es mehr
im Leben zu tun als bloße Bargeld zu erwerbe, reich und berühmt zu sein.
Mein Name ist Frau Radebe Udo, mein verstorbener Ehemann ist ein deutscher,
der hier in Asien sein ganzes Leben lang gelebt hatte, , aufgrund unserer
aristokratischen Hintergrund und schlechten Erfahrung mit der Menschen, wir
haben für niemanden gekümmert sondern haben wir nur noch für das Reichtum
gestrebt und mehr nicht. Unsere Zielsetzungen war es, Reichtum zu haben und
Berühmt zu sein danach hat man den ganze Welt im Hand. Das war damals
wirklich ein Denkfehler von uns beide.
Ich bin Diabetiker und seit kurzem mit Terminal Lungenkrebs diagnostiziert.
Der Bericht ist natürlich nicht gut, mehrere Chemotherapien Behandlung haben
weder geholfen, und die offensichtliche Tatsache ist, dass ich nur noch
einige Tage bzw. Wochen auf dem Planeten Erde zu leben haben und nicht mehr.
Es ist zwar sehr bedauerlich,  es ist aber so.

Als Ehepaar ohne Nachwuchs, habe ich alle Reichtum  meinen verstorbenen
Ehemann geerbt. Ich habe keine gute Beziehung zu meiner Familie hier in Hong
Kong, daher wartet sie nur noch geduldig auf meinen Tod, um unser ganzes
Geld für gesetzwidrig und schamlos geschäftliche Nutzung / Dinge zu machen.
Ich habe viele Spende für wohltätige zwecke in  meiner Nachbarschaft getan
bevor meine Gesundheit verschlechtert ist und dies ärgerte sich  meiner
Familie sehr dass ich das getan haben, dass ich jetzt von meiner Familie
hier Hong Kong völlig grundlegenden Notwendigkeiten abhängig bin, tun Sie
alles und wartet bis ich tot bin und Ihre Wünschen zu erführen

Nachdem ich mir alles nachgedankt habe und wie ich der Mensch helfen kann,
habe ich ein Familie Anwalt die Sache weiter gegeben das er den ganze sich
weiter kümmert.
Da kommen zu den Erkenntnissen, was das Leben sich alles umdreht die
Fürsorge für andere, habe ich eine rechtliche Zustimmung und die volle
Berechtigung zu einer langjährige alten  vertrauter Freund von meinem
verstorbenen Mann gegeben, der auch unseren Anwalt  ist, er spricht und kann
in der deutschen Sprache gut kommunizieren. Er wird Ihnen leiten wie Sie der
eingezahlte Betrag (Geldsumme) anfordern kann. Nachdem Wünsch meiner
verstorbenes Mannes als er noch lebte, habe ich ihm (der Anwalt) schon
gesagt, dass er sofort eine zuverlässige und verantwortungsvoll  Deutschen
die das Geld an Obdachloser und für Wohlfahrtseinrichtung machen und
Altenheim spendieren.
Ich kenne keine Familie meines Mannes, weil er das einzige Kind seiner
Eltern war, und er hat nie in seinem Leben Deutschland besuchten.
Ihr Name wurde zum Glück auf den gesamten deutschen Namen ausgewählt. Ich
habe den Betrag von US $ 12.500.000,00 (zwölf Millionen, Fünfhundert Tausend
US-Dollar) für Sie bewilligt die Sie dann von unser Anwalt weiter führen
kann.

Dieses Geld soll ausschließlich für humanitäre / wohltätigen Zweck
verwendet werden. Kontaktieren Sie sofort bitte mein Anwalt, er wird Ihnen
über die Modalitäten für die Erhebung dieser Gelder führen.
Name: Herr Woo Tsuei
Seine E-Mail-Adresse ist:  wootsuei@aim.com
Bitte geben Sie meiner persönlichen Referenznummer.  Per E-Mail an
Die lautet:    collection-law/cham/soli/udre/Will/4802776          

Ich plädiere dass was ich Ihnen abgemacht und geeinigt haben nicht anders
als was ich von Ihnen gebeten haben um das Geld an Spenden zu gehen und
nicht abweichen und ich bitte Sie, um zu beten, dass meine Seele zur Ruhe in
Frieden kommen.
Danke.

Radebe Udo

Was glauben die Leute eigentlich? Auf solch eine dumme und plumpe Betrugsmasche fällt doch nun wirklich niemand mehr herein. Hoffe ich zumindest!
Fall in Ihrem Postfach trotzdem einmal Spam landet, sollten Sie auf keinen Fall darauf reagieren. Denn sobald Sie geantwortet haben, kann der Sender der Spammail sicher sein das es sich bei Ihrer Emailadresse um eine tatsächlich genutzte handelt. Spam wird ja im Gießkannenprinzip an alle möglichen und unmöglichen Emailadressen versandt. Sobald diese Leute eine Antwort erhalten, ist aus der Zufallsadresse eine Reale geworden. Dann geht das Spammen nämlich erst richtig los. Daher NIE auf ungebetene Emails antworten. Auch nicht, wenn Ihnen ein Lotteriegewinn oder sonstiges versprochen wird.

1 Kommentar

  1. Elli:

    Hallo!
    Ich habe heute genau diese E-Mail in meinem Postfach gehabt. Bin stutzig geworden, da die Mail nur an mich gesand war und es meiner Meinung nach eine harmlose Absender-Adresse war. Nun gut, dass ich gleich den Namen „Radebe Udo“ gegoogelt habe, auf diese Seite gestoßen bin und ich mir nun sicher sein kann, dass es völliger Quatsch ist, der da gerade herumgesendet wird.

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