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Weidemanagement

Wie kann man eine bestehende Weide optimal ausnutzen? Viele Stallbetreiber machen sich das Leben vermeintlich leicht. Sie stellen die Pferde einfach so lange auf eine Weide bis sie abgefressen ist und wechseln dann zur nächsten Weide. Dieses System ist zwar recht einfach zu bewerkstelligen und macht wenig Arbeit, hat aber auch deutliche Schwächen.
Meistens wird die Weide hierbei stark runtergefressen. Und gerade im Sommer ist die ratzeputz abgefressene Weide der starken UV-Strahlung ausgesetzt. Entsprechend „fertig“ sieht die Weide dann auch meisten aus.
Der m.E. Entscheidende Nachteil liegt allerdings woanders. Nämlich im Wechsel von einer Weide, auf der nicht mehr viel zu fressen übrig ist, zu einer Weide die in „voller Blüte“ steht. Mit anderen Worten: Heute FDH, morgen das fette Schlemmermenue. Und da kann man auch nicht durch Zusatzfutter nachhelfen.
Und was den Stallbetreiber wichtig sein sollte ist, dass die Weiden nicht optimal ausgenutzt werden. Dies kann man vermeiden, wenn man mit einem mobilen Weidezaun die Weide nicht von Anfang an freigibt. Zuerst nur ein so großes Stück, wie es die Herde für ein friedvolles Zusammensein benötigt. Der Rest der Weide wird mit einem mobilen Elektrozaun abgetrennt. Wenn die Tiere die zur Verfügung stehende Weide teilweise abgefressen haben (also nicht ganz runter) wird der Zaun einfach um ein gewisses Stück verschoben. Jetzt haben die Tiere einen Streifen frisches, noch nicht abgefressenes Gras zur Verfügung. Ganz findige Leute haben zwei mobile Zäune. Wird der eine um, sagen wir mal einen Meter auf die frische Weide verschoben, verschieben Sie den zweiten Zaun (am anderen Ende der Weide) um einen Meter auf die abgefressene Weide. Jetzt hat der ein Meter breite Streifen Zeit sich zu erholen. Ein paar Tage später (nach nochmaligem Umstecken) ist der Streifen dann eben zwei Meter breit, usw. usw.
Einen großen Nachteil hat das Ganze. Es ist doch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Und wenn Personal oder (freiwillige) Helfer rar sind, …….
Anmerkung: Die Zusammensetzung der Herde ist hierbei natürlich ohne Bedeutung.

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